Klettertest: Was 58 Selbsteinschätzungen zeigen

Analyse des Selbsteinschätzungstests im Klettern: Niveaus, Ergebnisse je Bereich und Schwächen bei der Strategie in Mehrseillängenrouten.

Der jüngere Klettertest wurde von 58 Kletterern abgeschlossen, bei einem Durchschnittsergebnis von 55.6%. Diese erste Stichprobe deutet auf einen Unterschied zwischen häufig geübten Bewegungsfertigkeiten und der Strategie in Mehrseillängenrouten hin. Ihre Größe erlaubt jedoch nur Hinweise, die bestätigt werden müssen, kein abschließendes Profil aller französischsprachigen Kletterer.

Kennzahlen
Verschiedene TeilnehmendeDurchschnittliches GesamtergebnisMedian des ErgebnissesVollständig absolvierte Tests
5855.6%57.9%98.4%

Ein Profil, geprägt von erfahrenen Kletterern

46.6% der Antwortenden werden als „erfahren“ und 19% als „Experten“ eingestuft. Echte Einsteiger sind selten (5.2%). Der Test zieht Menschen mit bestehender Kletterpraxis an, die sich in Richtung Mehrseillängenrouten oder selbst abzusicherndes Gelände weiterentwickeln möchten.

Verteilung der Niveaus — Klettern
NiveauTeilnehmendeAnteil der Teilnehmenden
Einsteiger35.2%
Mittleres Niveau1525.9%
Erfahren2746.6%
Experte1119%

Stark im Sportklettern, schwach in der Strategie

Das beste Ergebnis betrifft das Einseillängenklettern (69.4%), gefolgt von der technischen Weiterentwicklung (61,6%). Sobald es über eine Seillänge hinausgeht, sinken die Werte: abgesicherte Mehrseillängenrouten 58,8%, „Mikrostrategien“ wie Bewegungslesen und Krafteinteilung in einer Seillänge 47,9%, „Makrostrategien“ wie Routenwahl, Ernsthaftigkeit, Zeitplanung und Rückzug 45.1%.

Durchschnittliches Ergebnis je Kompetenzbereich — Klettern
BereichDurchschnittliches Ergebnis
Sportklettern (1 Seillänge)69.4%
Technische Weiterentwicklung61.6%
Abgesicherte Mehrseillängenrouten58.8%
Körperliche Weiterentwicklung57.1%
Mentale Weiterentwicklung53.7%
Kletterkultur48.1%
Mikrostrategie47.9%
Makrostrategie45.1%
Typisches Kompetenzprofil — Klettern
BereichDurchschnittliches Ergebnis
Sportklettern (1 Seillänge)69.4%
Technische Weiterentwicklung61.6%
Abgesicherte Mehrseillängenrouten58.8%
Körperliche Weiterentwicklung57.1%
Mentale Weiterentwicklung53.7%
Kletterkultur48.1%
Mikrostrategie47.9%
Makrostrategie45.1%

Mentale Fähigkeiten und Kultur: zwei vernachlässigte Bereiche

Mentale Weiterentwicklung (53,7%) und Kletterkultur beziehungsweise Umweltwissen (48,1%) gehören zu den schwächsten Bereichen. Dabei machen gerade sie in Mehrseillängenrouten den Unterschied: mit Angst oberhalb des letzten Sicherungspunkts umgehen, Geschichte und Ethik eines Klettergebiets verstehen, Schutzbestimmungen für Lebensräume beachten und einen älteren Kletterführer lesen.

Aus dem Ergebnis einen Entwicklungsplan machen

  1. Die beiden schwächsten Ergebnisse auswählen, statt ausschließlich dem nächsten Schwierigkeitsgrad nachzujagen.
  2. Eine echte Lernsituation schaffen : eine Mehrseillängenroute vorbereiten, die Seilschaft führen, das Abseilen organisieren und die Kriterien für eine Umkehr aussprechen.
  3. Nach mehreren Touren den Test wiederholen um erworbenes Wissen zu überprüfen und technische Handgriffe zugleich im Gelände beurteilen zu lassen.

Eine Stichprobe, die noch wächst

Die Antworten verteilen sich über mehrere Monate, reichen aber nicht aus, um Zeiträume belastbar zu vergleichen. Die Kurve macht den Umfang transparent und ermöglicht es, die Tragfähigkeit der Beobachtungen mit wachsender Stichprobe weiterzuverfolgen.

Abgeschlossene Tests nach Monaten
MonatKlettern
2025-128
2026-0117
2026-023
2026-039
2026-046
2026-059
2026-063
2026-071
2026-086

Lies auch unsere Gesamtauswertung der Selbsteinschätzungstests sowie die Ergebnisse des Skitourentests.